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Carbon neu gedacht: Holz-Carbon Rennrad

Holz. Aber make it fast.

Manchmal beginnen die besten Projekte nicht mit einem Plan sondern mit einem Gedanken, der eigentlich keiner sein dürfte.

Die Idee zum Holz-Carbon Rennrad: Was wäre, wenn ein Rennrad aus Holz schneller sein könnte als alles, was wir kennen?

Klingt erstmal nach einer Idee, die man beim zweiten Kaffee wieder verwirft oder spätestens dann, wenn jemand „Carbon“ sagt.

Genau hier beginnt die Geschichte von Woodberg.

Eine Diplomarbeit. Zwei Schüler. Ein Ziel.

Adrian und Vincenz, die zwei Schüler der HTL Imst hatten ein ziemlich klares Ziel: Nicht einfach ein Rennrad bauen. Sondern Rennradbau auf den Kopf stellen.

  • Änderungen? Bedeutet neue Formen.
  • Individualisierung? Teuer.
  • Nachhaltigkeit? Schwierig.

Also haben sie sich gefragt: Geht das auch anders?

Die Realität im Fahrradbau ist… sagen wir: effizient, aber nicht unbedingt elegant. Carbonrahmen sind leicht, steif, leistungsstark aber auch materialintensiv, aufwendig in der Produktion und überraschend empfindlich, wenn es um Schläge geht.

Adrian & Vincenz

Kombination statt Bruch

Die Antwort war kein radikaler Bruch sondern eine ziemlich geniale Kombination:

Holz und Carbon. Nicht als Kompromiss. Sondern als Team.

  • Carbon übernimmt die Performance
  • Holz sorgt für Form, Schutz und Schlagfestigkeit
  • Und plötzlich wird aus einem Problem ein System

Das Besondere:
Das Holz ist nicht nur Hülle es ersetzt die klassische Negativform im Rahmenbau.

Heißt: keine aufwendigen Formen mehr, keine unnötigen Materialschichten, dafür maximale Flexibilität.

Oder anders gesagt:
Weniger Material. Mehr Intelligenz. Mehr Persönlichkeit.

Nachhaltigkeit mitbedacht

Ein weiterer Aspekt, der oft zu kurz kommt: Nachhaltigkeit. Denn so leistungsfähig Carbon auch ist, seine Herstellung ist energieintensiv, materialaufwendig und alles andere als ressourcenschonend.

Woodberg geht hier einen anderen Weg.

Durch die Kombination mit Holz, einem nachwachsenden Rohstoff, wird nicht nur Material eingespart, sondern auch der gesamte Herstellungsprozess neu gedacht. Weniger Carbon, keine aufwendigen Negativformen und eine Bauweise, die Individualisierung ohne zusätzlichen Ressourcenverbrauch ermöglicht. Das Ergebnis ist kein „grünes Marketingversprechen“, sondern ein echter Ansatz: High Performance und Verantwortung müssen sich nicht ausschließen.

Oder anders gesagt:
Ein Rennrad, das nicht nur schnell ist sondern auch weiter denkt.

Optimierung Schritt für Schritt

Natürlich war das kein geradliniger Weg.

Am Anfang stand sogar die Idee eines massiven Holzrads, bis klar wurde: zu schwer.

Also wurde gerechnet, getestet, verworfen, neu gedacht.

  • Werkstatt statt Whiteboard.
  • Harz statt PowerPoint.
  • Lernen durch Machen.

Vom Fräsen der Holzteile über das Laminieren bis hin zu den ersten vollständigen Rahmen, jeder Schritt war ein Experiment und jedes Experiment ein Fortschritt.

Wie wir Teil dieser Geschichte wurden

Auf Basis dieser Daten haben wir im nächsten Schritt ein vollständiges digitales Modell entwickelt. Mittels Reverse Engineering und Simulation wurde die Geometrie nicht nur rekonstruiert, sondern gezielt angepasst, auf Gewicht und Steifigkeit optimiert und für den neuen Holz-Carbon-Ansatz ausgelegt. Darauf aufbauend folgte die Konstruktion der notwendigen Werkzeuge und Vorrichtungen.

Wir wollten eine Lösung schaffen, die präzise, reproduzierbar und gleichzeitig flexibel genug ist, um auf unterschiedliche Anforderungen und Bedingungen schnell zu reagieren.

Durch diesen Ansatz war es möglich die gesamte Entwicklung und Fertigung eines Prototypen innerhalb von 1 Jahr umzusetzen.

Das Holz-Carbon REnnrad

Das Projekt Live mitverfolgen

@woodberg.vbg

Live auf der INTERTOOL 2026

Sie möchten das Exponat live und in Farbe erleben? Wir nehmen das Holz-Carbon Rennrad mit auf die INTERTOOL Messe in WELS

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Thomas
Thomas List
Leitung 3D Metrology Services